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Neujahrsansprache Saskia Meyers von FOODerstand beim Kölle for Future Jahresauftakt 2021

Mein Name ist Saskia Meyer, ich bin Ernährungswissenschaftlerin und 34 Jahre jung. Und ich bin Klimaschutzaktivistin, etwas, dass ich vor rund 3 Jahren niemals geglaubt hätte.

Auch ich bin wie alle von uns in diesem System aufgewachsen und habe viele Dinge als gegeben hingenommen und trotz meiner Arbeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Uni Bonn, bis zu einem gewissen Punkt nie hinterfragt.

Ich wuchs allein mit meiner Mutter, welche als alleinerziehende Erzieherin nie viel Geld zur Verfügung hatte, im Stadtzentrum von Berlin auf. Somit prägten Hochhäuser und Beton meinen Lebensraum und für den schwindenden Wald und seine Bewohner, egal wie gern ich sie hatte, war in meinem Gedankengut nicht viel Platz. Das mag aber auch daran gelegen haben, dass die anderen Kinder sich lieber über ihre Spielekonsolen und das teure Plastikspielzeug unterhielten, als über meine Schneckensammlung oder meine selbstgezogenen Bohnen im Marmeladenglas.

Die Tatsache, dass ich eher wie ein Junge aussah (wie auch immer das definiert wurde) machte es nicht einfacher mich in dieser von Äußerlichkeiten geprägten Gesellschaft zu behaupten. So kam es wie es vielen passierte und meine wichtigsten Ziele waren es attraktiv zu sein, wie eine richtige Frau (was auch immer das heißen mag) und irgendwann viel Geld zu verdienen, um es besser zu haben als meine Mutter. Und natürlich auch um ihr ein besseres Leben zu ermöglichen.

Mülltrennung gab es bei uns nicht, nicht mal Papier oder Flaschen gesondert. Wir hatten kein Auto, aber das war eher unseren geringen finanziellen Möglichkeiten geschuldet. Strom bezogen wir ohne Bedenken vom städtischen Stromanbieter. Billig und gut! Über den Abbau fossiler Brennstoffe und den Schaden für unser eigenes Leben machten wir uns keine Gedanken. Ganz im Gegenteil. Mein Großvater war ein liebevoller Mann, der für seine Familie nur das Beste wollte. Er baute nach dem Krieg sein Leben lang im Saarland Kohle unter Tage ab! Ich kann mich noch erinnern, wie ich in der Grundschule ein ca. 5 kg schweres Stück Steinkohle, welches zu einer Uhr umfunktioniert wurde, und unser einziges Erinnerungsstück an ihn nach seinem Tod war, zur Schule schleppte, um es in einem Vortrag über den ACHSO tollen Kohleabbau zu präsentieren. Für mich war er ein Held!

Und auch Fleisch und andere tierische Lebensmittel aßen wir zur Genüge und ein Stück Fleischwurst für mich war für meine Mutter auch immer ein Zeichen von Liebe.

Heute ist das alles anders und darum stehe ich hier!

Warum erzähle ich euch das? Weil ich Angst habe. Angst um die Zukunft und die meiner Familie. Angst um unseren Planeten und allen anderen auf ihm lebenden Menschen, Tieren und Pflanzen. Und weil ich wütend bin. Wütend auf die Bundesregierung. Eine Regierung sollte sein Volk vor allen anstehenden Bedrohungen schützen. Und mit ALLEN meine ich nicht nur solche, welche direkt vor uns liegen.

Manchmal vernebelt die Angst uns auch den Blick aufs Wesentliche.

Aber dazu komme ich gleich noch! Aber vor allem bin ich hier, um Euch Mut zu machen. Mut zur Veränderung! Eine Veränderung die wir dringend brauchen! Für eine Veränderung ist es erforderlich umzudenken und umzudenken ist nicht leicht und erfordert viel Mut. Eine Tugend, die den meisten von uns in der heutigen Gesellschaft abhandengekommen ist oder, so würde ich es eher beschreiben, abgewöhnt wurde!

Anstatt zu hinterfragen, was den ersten Schritt zum Umdenken darstellt, nehmen wir nur noch hin. Wir konsumieren, denn wir sind so erzogen. Als eine Gesellschaft von Konsumenten. Wir Konsumieren alles: Lebensmittel, Kleidung, Gebrauchsgegenstände und hinterfragen überhaupt nicht mehr, ob und warum wir diese ganzen Dinge überhaupt brauchen. So macht man das halt!!! Das haben wir schon immer so gemacht…aber was bedeutet denn in diesem Zusammenhang das Wort immer?

Brauchen wir einen Strohhalm und ist es wirklich notwendig diesen „der Nachhaltigkeit zu Liebe“ gegen einen Strohhalm aus Metall oder Bambus zu ersetzen?

Ist das wirklich gut für die Umwelt oder wäre es nicht die nachhaltigste Alternative das Glas einfach zum Mund zu führen, so wie wir schon „IMMER“ getrunken haben, bis irgend eine Person kam, die uns Konsumenten unbedingt Strohalme verkaufen wollte. Wir reden uns ein, einen Schritt voran zu gehen, in dem wir Dinge, von denen uns weiß gemacht wird, dass wir sie brauchen gegen neue Dinge ersetzen, von denen uns wieder gesagt wird, dass wir sie benötigen. Diesmal natürlich viel besser! Wir Konsumieren alles: Lebensmittel, Kleidung, Gebrauchsgegenstände, Bedürfnisse und Meinungen. So sind wir erzogen und sich davon zu lösen ist uns zu lästig, anstrengend oder macht uns Angst.

Angst…ja das ist auch eine Sache die wir konsumieren.

Angst ist ein natürlicher Mechanismus, der uns vor gefährlichen Situationen bewahren soll. Als Kinder sind wir frei von Angst und durch eigene Erfahrungen sowie die Erfahrungen anderer erlernen wir, was gefährlich ist, wodurch sich die Angst erst ausbildet. Nehmen wir zum Beispiel eine Herdplatte. Wenn wir auf sie drauf fassen, werden wir uns verbrennen und lernen daraus, es nicht wieder zu tun. Es ist aber nicht einmal nötig, selber draufzufassen, wird uns als Kind doch oft genug erzählt, wie gefährlich so eine heiße Platte ist.

An dieser Stelle kam in der Ansprache die Geschichte von den Affen: „Fünf Affen wurden in einem Käfig gehalten. Den Affen wurde eine Banane hingelegt. Sobald ein Affe nach der Banane griff, kam von oben kaltes Wasser. Das führte dazu, dass die Affen mit der Zeit lernten die Banane besser nicht anzufassen, um dem kalten Wasser zu entgehen. Mit der Zeit wurde ein Affe nach dem anderen ausgetauscht. Am Ende blieben nur noch Affen im Käfig übrig, welche das Wasser nie gesehen und gefühlt hatten. Trotzdem wussten sie durch die Affen, welche vorher im Käfig waren, dass sie unter keinen Umständen die Banane versuchen sollten zu ergreifen, da ansonsten irgendetwas Schlimmes passieren würde. Sie hatten das Verhalten von den anderen Affen übernommen“

Aber was wäre, wenn niemals einer der Affen jemals das Wasser gespürt hätte? Oder was, wenn das Wasser nicht kalt, sondern warm und angenehm ist? Was, wenn einer der Affen einfach alle Bananen oder das warme, angenehme Wasser für sich haben wollte und die Geschichte mit dem kalten Wasser nur erfunden hat?

Solche Affen gibt es auch unter uns Menschen. Man nennt sie KAPITALISTEN. Ihnen ist es egal, wie viele unter ihren Lügen leiden, ob sie Dinge tun, Kaufen oder Essen, die Anderen schaden oder diese sogar das Leben kosten. Was bei den Affen die Bananen sind, ist bei uns Menschen das liebe Geld. Mit Hilfe von Werbung und tollen Empfehlungen lassen sie uns glauben, was richtig für uns sei. Ungeachtet jeder Logik, dem menschlichen Verstand und sogar der Wissenschaft.

MARKETING wird so etwas genannt. Die Angst lähmt uns. Mittlerweile ist sie allgegenwärtig und verhindert, dass wir wirkliche Gefahr von solcher, die uns durch andere auferlegt wurde, unterscheiden können. Wie viele von uns haben Angst vor einer kleinen Spinne, weil schon die Mama es hatte oder Angst davor auf etwas drauf zu klettern, weil ein geliebter Mensch mal von so etwas runtergefallen ist. Und da wir alle mit der fortschreitenden Globalisierung, dem Bevölkerungswachstum, dem Internet und Social Media immer mehr Menschen kennen oder glauben zu kennen, häufen sich auch die Horrorgeschichten. Sie sammeln sich an zu einem riesigen Ballast aus Angst, der verhindert, dass wir eine wirkliche Gefahr noch erkennen und richtig einordnen können. Wir sind so beschäftigt damit, allen anderen Gefahren und Sorgen aus dem Weg zu gehen, dass wir das Wesentliche nicht mehr sehen oder uns einreden, es sei schon nicht so schlimm.

Ich habe vorhin gesagt, dass ich 34 Jahre jung bin, obwohl ich schon viele graue Haare habe. Mein Geist ist noch jung, denn er hat noch viele Kapazitäten zu lernen und noch so vieles auf der Erde zu entdecken. Es ist jedoch fraglich, was es in Zukunft noch zu entdecken geben wird, wenn unsere westliche Gesellschaft – und damit meine ich uns – sich weiter so entwickelt, wie sie es tut. Dass wir dazulernen können, davon bin ich überzeugt. Auch das wir in der Lage sind, uns zu verändern. So hätte noch vor einem Jahr keine oder keiner daran geglaubt, dass es möglich wäre, die gesamte Menschheit zu einer Veränderung zu bewegen, in welcher wir uns dermaßen einschränken, wie wir es gerade tun.

Doch schaut euch um, seht euch die Masken an und denkt an das letzte Jahr zurück. Wir können es!!! Immer wieder führe ich Gespräche mit Menschen über unseren maßlosen Lebensstil, die schlimme Lebenssituation von Menschen, die nicht das Glück haben, in einem Land wie dem unseren zu leben und den bevorstehenden Klimanotstand.

Vor ca. 2 Jahren wurde ich in den meisten Fällen noch belächelt, angezweifelt oder sogar ausgelacht. „So ein Quatsch“, „das ist alles nicht so schlimm“, „das ist halt so und hat es immer schon gegeben“ waren die Aussagen. Vor ca. einem Jahr hatten sich meine immer wiederkehrenden Ohnmachtsgefühle – ja, es war schwer zu ertragen, sich selbst und alle anderen in meiner Umgebung damit zu konfrontieren – in Hoffnung gewandelt, denn die Menschen wurden zunehmend einsichtiger, was auch an den steigenden Zahlen der For Future Bewegung zu sehen war. Die Sätze meiner Gesprächspartner*innen wandelten sich zu „ich habe auch Angst“ und „es ist so toll, was du machst-weiter so“ sowie „ich möchte das eigentlich auch“ jedoch waren sie auch meist immer noch gefolgt von Nebensätzen wie: „Aber die Menschen werden sich nicht ändern“ „aber alle anderen sehen das anders“ und „ich könnte das nicht“ „für mich ist das zu schwer“ „dir fällt das eben leichter als mir“.

Warum verwiesen alle nur immer auf alle anderen, anstatt einfach bei sich selber anzufangen?

Und warum redeten sich alle ein, dass es in ihrem persönlichen Fall einfach viel schwerer sei als bei mir??? Nannte ich doch bereits all die Hintergründe meiner eigenen Kindheit und meines bisherigen Lebensstils und den unglaublich vielen Vorteilen, die die Veränderung persönlich für mich mitgebracht hatte. Durch meinen neuen Lebensstil war ich viel gesünder, körperlich und auch geistig. Ich musste weniger arbeiten, da ich mir mein Glück nicht mehr durch materielle Dinge oder den Besuch eines Restaurants oder einer Bar erkaufen musste, und ich hatte plötzlich viel mehr Menschen in meinem Leben, die es Wert waren, mit ihnen meine Zeit zu verbringen und die mich für mein inneres schätzten. Es war einfach viel mehr Menschlichkeit in mein Leben eingekehrt…

MENSCHLICHKEIT, ein Wort, welches ich vorher leider nicht mehr als positiv wahrgenommen hatte, bei all dem Verhalten, was Menschen in unserer westlichen Zivilisation offen so an den Tag legen. Auch Anfang des Jahres 2020 hörte ich noch Sätze wie „die Menschen werden kein Fleisch aufgeben“, „die Menschen wollen Autos fahren“, „den Menschen sind andere Menschen einfach egal“ Aber gut! Ich hatte zumindest Hoffnung, denn es schien sich etwas in die richtige Richtung zu bewegen und würden sich immer mehr Menschen durch Gespräche inspirieren lassen, dann würden wir es schaffen, diesen Teufelskreis zu durchbrechen! Dann kam Corona und mittlerweile spricht kaum ein Mensch noch darüber.

Die Angst vor Corona überschattet alles, eben auch die bevorstehende Klimakrise.

In ihrer Neujahrsansprache sagte Frau Merkel: „2020 ist etwas über uns gekommen, womit die Welt nicht gerechnet hätte“ ICH SAGE: Die Klimakrise ist etwas, vor dem schon lange gewarnt wird und trotzdem handelt die Bundesregierung nicht! Weiter sagt sie: „Es trifft uns da, wo wir am allermenschlichsten sind: Im engen Kontakt, in den Umarmungen, im Gespräch, beim Feiern.” Und auch das möchte ich einmal hinterfragen. Sind wir am menschlichsten beim Feiern? Bei Oktoberfest, Apres Ski und Karneval. Oder nicht vielleicht doch dann, wenn wir Weihnachten im engsten Kreis der Familie verbringen und sind nicht genau da die Gespräche erst richtig möglich? Sie fügt hinzu: „2020 war ein Jahr des Lernens“ Wenn wir doch so viel gelernt und gezeigt haben, dass wir es können, schaffen wir das nicht auch in Bezug auf die notwendigen Maßnahmen, um die Klimakatastrophe einzudämmen Frau Merkel? Sie führt weiter aus: „Wir mussten im Frühjahr auf einen Virus reagieren, über das es kaum gesichertes Wissen und Informationen gab. Wir mussten Entscheidungen treffen, von denen wir zunächst nur hoffen konnten, dass sie sich als richtig erweisen würden“

Ich war schon wieder fassungslos, so gibt es doch mehr als genug gesichertes Wissen über den fortschreitenden Klimawandel und wirkungsvolle Maßnahmen wie den Wechsel zu erneuerbaren Energien, alternative Transportmöglichkeiten und den Umstieg auf eine pflanzliche Kost, die nicht nur bekannt, sondern auch gut möglich umzusetzen sind! Und dann kamen zwei Sätze, welche mich am meisten erschütterten: “Die Coronavirus-Pandemie war und ist eine politische, soziale und ökonomische Jahrhundertaufgabe. Sie ist eine historische Krise, die allen viel und manchen zu viel auferlegt hat.”Warum sagt sie das?

Die wirkliche Jahrhundert- oder sogar Jahrtausendaufgabe liegt noch vor uns

und solche Worte helfen nicht gerade dabei, sich aus der Lethargie zu lösen. Warum sagt sie das zu Bewohnern eines Landes, welche weiterhin alles haben, was sie zum Leben brauchen – oder sogar zu viel, was sie vom wirklichen Leben abhält, während anderswo Menschen diese Krise unter viel schlimmeren Bedingungen erleben müssen, wie solche, die gerade in den Flüchtlingslagern gefangen sind??? Es geht mir nicht „nur“ um das Klima.

Das Klima ist wie so vieles andere ein Symptom.

Die Ursache ist unser maßloser Lebensstil, der auf der AUSBEUTUNG anderer und unseres Planeten beruht, gepaart mit der Angst, etwas zu wenig zu haben oder zu verlieren, was wir in der Regel nicht mal brauchen oder was uns sogar belastet, ohne dass wir es meist wahrnehmen.Ich mache das immer gerne am Beispiel Übergewicht deutlich. Übergewicht führt zu weiteren Erkrankungen wie Diabetes Typ 2, Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, welche die häufigste Todesursache in Deutschland darstellen. Die sinnvollste Methode wäre es also, durch eine gesundheitsförderliche Ernährung das Übergewicht zu reduzieren und somit auch den Diabetes, den Bluthochdruck und die Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu reduzieren. Stattdessen gibt es aber keine wirklichen Maßnahmen, welche die Bevölkerung zu einer gesundheitsförderlichen Ernährung bewegen sollen, im Bildungssystem und den Schulkantinen fehlt es gänzlich und wir nehmen lieber weiterhin diverse Medikamente ein, um die einzelnen Symptome zu beheben.

Da verdient nicht nur die Lebensmittelindustrie, sondern auch die Pharmaindustrie gleich mit! Hinter dem Umdenken liegt das Handeln, was die Veränderung hervorbringt. Das erfordert Mut.Lasst uns mutig sein, lasst uns umdenken, lasst uns neues ausprobieren und nicht lethargisch in unseren Wohnungen rumsitzen und darauf warten, das die Veränderung von alleine kommt oder noch schlimmer darauf warten, dass die Politik sie uns diktiert. Die Ansätze sind eh lächerlich und beheben zwar das Symptom, aber nicht die Ursache. Versteht mich nicht falsch. Ich bin ausdrücklich für das Tragen der Masken und auch dafür, den Abstand einzuhalten, denn es ist wichtig und unabdingbar, die Schwachen zu schützen.

Doch neben diesen Regeln wird der Kern des Ganzen vergessen oder absichtlich zurückgehalten. So empfiehlt die Bundesregierung in ihren aktuellen Werbespots unter dem Hashtag #Besonderehelden den jungen Menschen in der Wohnung zu bleiben, Chips zu essen (aus Plastiktüten), Cola zu trinken (aus der Dose), Eistee zu Trinken (das Getränk mit dem meisten Zuckeranteil) und Pizza zu bestellen (beim Lieferdienst), Ravioli zu essen (kalt und direkt aus der Dose) oder sich am besten mit einer riesen Box Chicken Wings im Bett zu verschanzen, obwohl wir mittlerweile wissen, wie unhaltbar schlecht die Zustände in der Massentierhaltung sind und welche Belastung der Konsum solcher Produkte für unsere eigene Gesundheit sowie unseren Planeten darstellt. Supermärkte sind weiterhin geöffnet und es wäre somit ein leichtes, die Menschen zu ermutigen, sich mit gesunden pflanzenbetonten Gerichten in der Küche auszuprobieren. Gerade jetzt, wo die gastronomischen Einrichtungen geschlossen haben.

Genauso ist es mir unerklärlich, warum nicht zu sportlicher Betätigung im Freien aufgerufen wird. Bereits heute gibt es in Deutschland rund 10 Millionen ernährungsbedingte Corona Risikopatienten, also Menschen mit Bluthochdruck, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen bedingt durch Übergewicht.

Doch anstatt ihnen einen gesunden Lebensstil zu empfehlen, prangern auch für sie nur „AHA – Abstand, Hygiene, Alltagsmaske“ Werbebanner in deutschen Straßen. Worum geht es hier also? Um unsere Gesundheit oder einfach nur darum, uns weiter für dumm zu VERKAUFEN!!!! In einer großen Deutschen Fernsehquizshow eines Privatsenders wurde am 30.12. die Frage gestellt, bei welchen Produkten der Absatz 2020 prozentual am meisten gestiegen sei. Nach Desinfektionsmittel waren es Süßigkeiten, gefolgt von Alkohol und Fertiggerichten.

Wo bleiben die Empfehlungen für eine gesundheitsförderliche Ernährung?

Wo die Subventionen für klimaschonende und gesundheitsförderliche Lebensmittel wie Obst und Gemüse und warum war ein Tönniesskandal überhaupt möglich, nachdem doch im Frühjahr zum Schutz der Gastarbeiter Spargel und Erdbeeren fast auf dem Feld geblieben wären? Und noch eins zum Aspekt Solidarität und Systemrelevanz, nachdem Frau Merkel in ihrer Neujahrsansprache auch den Supermarktverkäufern persönlich einen großen Dank ausgesprochen hat

Supermarktverkäufer*innen und -verkäufer wurden in der Coronakrise als Helden gefeiert.

Trotz Sonderschichten und erhöhtem Infektionsrisiko haben sie im Schnitt jedoch weniger verdient als im Jahr zuvor. Laut Statistischem Bundesamt lag ihr Verdienst rund 3,2 % unter dem des Jahres 2019. Wie passt das alles zusammen? Wir brauchen mehr wirkliche Solidarität und wir brauchen eine Ernährungswende, nicht nur dem Klima und der Rettung unseres Planeten zuliebe, sondern auch zur Rettung unserer eigenen Gesundheit, der Wahrung der Menschenrechte und des Tierschutzes sowie im Kampf gegen diese Pandemie!!! Lasst uns mutig sein, lasst uns denken, lasst uns gemeinsam diese Welt verändern! Für uns selber, unsere Kinder oder die unserer Geschwister und Freunde. Veränderung bedeutet nicht Verlust, sondern Weiterentwicklung und Zugewinn!!! #ernährungswendejetzt

Saskias Vortrag zur Aspekten der Erderwärmung: https://www.youtube.com/watch?v=SGR8NyFEZWg

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